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Nationales Referenzzentrum
für Surveillance
von nosokomialen Infektionen



Referenzdaten


Andere

Die KISS-Definitionen finden sie hier.



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Kurzbeschreibung des Moduls

Modul: AMBU-KISS

Surveillance-Ziel: Infektions-Surveillance

Surveillance-Prinzip: Patienten-/Abteilungs-bezogen

Patientenkollektiv: Ambulante Patienten, die sich ausgewählten Operationen unterziehen

Beschreibung:

Surveillance von Wundinfektionen in ambulanten Operationseinrichtungen in Praxen und Kliniken. Sie wählen dabei aus einem Katalog eine oder mehrere Indikatoroperationen für die Surveillance in Ihrer Abteilung aus. Patienten werden postoperativ 30 Tage nachverfolgt, z.B. bei Nachkontrollen durch die Chirurgen in der Praxis.


Info zum AMBU-KISS Modul

Sehr geehrte, liebe AMBU-KISS-TeilnehmerInnen,

Eine Anmeldung zur Teilnahme an AMBU-KISS ist seit 2016 nicht mehr möglich, weil dieses KISS-Modul aus Kapazitätsgründen nicht mehr weitergeführt werden kann.

Für das eigenen Qualitätsmanagement wird es aber auch in der Zukunft möglich sein, die postoperative Wundinfektionen nach dem vorgegebenen Protokoll zu erfassen und die berechneten Wundinfektionsraten stratifiziert nach OP-Arten mit den Referenzdaten 2015 zu vergleichen.

Die Referenzdaten sind seit Jahren sehr stabil, und es kann davon ausgegangen werden, dass sie sich auch in den kommenden Jahren nicht wesentlich verändern werden.


Modul AMBU-KISS

Surveillance von postoperativen Wundinfektionen nach ausgewählten ambulanten Indikatoroperationen

Seit Ende 2002 werden im Rahmen von AMBU-KISS Wundinfektionen nach ambulant durchgeführten Operationen erfasst. Projektzentrum ist das Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg. AMBU-KISS bietet Referenzdaten für Einrichtungen für Ambulantes Operieren in Praxis und Klinik an.

In Zusammenarbeit mit Berufsverbänden wurden Indikatoroperationen aus verschiedenen operativen Fachgebieten ausgewählt, die häufig ambulant durchgeführt werden. Es werden 11 Indikatoroperationen angeboten. Diese sind über ihre OPS-301-Prozeduren-Codes definiert. Die an AMBU-KISS teilnehmenden OP-Zentren wählen eine oder mehrere Indikatoroperationen aus und beobachten jeden Patient, bei dem eine dieser Operationen durchgeführt wird, postoperativ während 30 Tagen, z. B. bei Nachkontrollen durch die Chirurgen in der Praxis.

Für jede Indikatoroperation wird vom Projektzentrum aus der Anzahl der Wundinfektionen und der Anzahl der durchgeführten Operationen die Wundinfektionsrate berechnet. Für die Vergleichbarkeit der Daten ist es wichtig, dass alle Patienten mit der ausgewählten Indikatoroperation in die Erfassung eingeschlossen werden. Die Erfassung darf nicht auf einzelne OPS-301-Prozeduren-Codes innerhalb einer Indikatoroperation beschränkt werden. Eine Vergleichbarkeit der Daten wird durch die strikte Anwendung der Kriterien der CDC (Centers for Disease Control and Prevention) bei der Diagnostik einer Wundinfektion erreicht.

Im Modul OP-KISS, das Wundinfektionen bei stationären Patienten erfasst, werden bei der Auswertung die Infektionsdaten nach Risikofaktoren stratifiziert. Da in ambulanten Einrichtungen Risikopatienten deutlich unterrepräsentiert sind, wird bei AMBU-KISS auf die Erfassung von Risikofaktoren verzichtet. Vergleichsdaten sind die Referenzdaten aus AMBU-KISS und, soweit die Indikatoroperation auch im Rahmen von OP-KISS bei stationären Patienten erfasst wird, die Ergebnisse der jeweiligen Risikogruppe 0 bei OP-KISS.


Publikationen

Blaich A, Babikir R, Daschner F, Schweins M, Lambert J, Ingenhoven E, Gastmeier P, Dettenkofer M.
Qualitätssicherung und Hygiene beim ambulanten Operieren. Ergebnisse einer Umfrage im Rahmen von AMBU-KISS.
Der Chirurg 2007; 78(7): 630-636.


Archiv

Die Referenzdaten, Protokolle und Dokumente vergangener Jahre finden Sie im Archiv.