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Nationales Referenzzentrum
für Surveillance
von nosokomialen Infektionen




Referenzdaten

Referenzdaten 2016

Referenzdaten aufgrund der Datenbasis der letzten 5 Jahre. Beinhaltet die Referenzdaten von

  • Modul ONKO-KISS
  • Modul ONKO-KISS_AL - Akute lymphatische Leukämie (ALL)


» SURVEILLANCE / KISS / ONKO-KISS 

Kurzbeschreibung des Moduls

Module: ONKO-KISS

Surveillance-Ziel: Infektions-Surveillance

Surveillance-Prinzip: Patientenbezogen (Auswertung abteilungsbezogen)

Patientenkollektiv: Patienten, Erwachsene und Kinder, die eine Knochenmarkstransplantation oder eine Transplantation von Blutstammzellen (peripher oder aus Nabelschnurblut) erhalten, unabhängig von ihrer Grunderkrankung.

Beschreibung:
Surveillance von nosokomialen Septikämien und Pneumonien bei iatrogen immunsupprimierten Patienten mit allogener und autologer Stammzelltransplantation. Die Erfassung beginnt mit der stationären Aufnahme eines Patienten zur Stammzelltransplantation, wird auf den Stationen innerhalb der teilnehmenden onkologischen Abteilung und der Intensivstation weitergeführt und endet mit der Entlassung aus dem Krankenhaus oder mit der Verlegung des Patienten auf eine Nicht-Intensivstation außerhalb der teilnehmenden onkologische Abteilung oder nach 200 Tagen ab dem Datum der Transplantation oder mit dem Tod des Patienten.
 
WICHTIG: wenn Sie Infektionssurveillance auch bei Leukämiepatienten und/oder Erregersurveillance für eine Station betreiben möchten, melden Sie die betreffende STATION als hämatologisch/onkologische Station im Modul  STATIONS-KISS an.


Modul ONKO-KISS (Surveillance von nosokomialen Infektionen bei Patienten mit allogener und autologer Stammzelltransplantation)

Ende 2000 wurde im Rahmen des seit 1997 bestehenden Krankenhaus-Infektions-Surveillance-Systems (KISS) des Nationalen Referenzzentrums (NRZ) für Surveillance von nosokomialen Infektionen das Modul ONKO-KISS entwickelt.  2016 erfolgte eine Veränderung des bis dato bestehenden Protokolls.


Patienten, Erwachsene und Kinder, die eine allogene oder autologe Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantation erhalten, haben eine der höchsten Infektionsraten von allen internistischen und speziell auch onkologischen Patienten, insbesondere in der Zeit der Neutropenie. Dabei sind Sepsis und Pneumonie die häufigsten und folgenschwersten nosokomialen (im Krankenhaus erworbenen) Infektionen. Ziel der Surveillance ist die Prävention nosokomialer Infektionen durch Bereitstellung geeigneter Infektionsdaten, die für Entscheidungen zur Infektionsprävention wichtig sind. Da sich die beiden Patientengruppen mit allogenen und autologen Stammzelltransplantationen hinsichtlich ihrer Infektionsraten unterscheiden, werden die Daten getrennt für beide Gruppen prospektiv erfasst und ausgewertet. Darüber hinaus haben zentrale Gefäßkatheter (konventionell, teil- sowie vollimplantiert) eine entscheidende Bedeutung für das Risiko der Entwicklung von nosokomialen Infektionen, weshalb diese sogenannten Devices bei der Sur-veillance in besonderem Maße berücksichtigt werden. Mit der Erfassung der Neutropenietage lassen sich Infektionen und zentrale Gefäßkatheter zu dieser besonderen Risikosituation in Verbindung setzen und gesondert darstellen.


Anmeldung

Eine kurze Einleitung zu den Anmeldeformalitäten finden Sie unter Teilnahme.

Die Anmeldung erfolgt direkt in webKess.


Publikationen

Meyer E, Beyersmann J, Bertz H, Wenzler-Röttele S, Babikir R, Schumacher M, Daschner FD, Rüden H, Dettenkofer M and the ONKO-KISS study group.
Risk factor analysis of blood stream infection and pneumonia in neutropenic patients after peripheral blood stem-cell transplantation.
Bone Marrow Transplant. 2007 Feb; 39(3):173-8.


Archiv

Die Referenzdaten, Protokolle und Dokumente vergangener Jahre finden Sie im Archiv.