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SIMoN – „Stopp der Isolation von Multiresistenten, gramNegativen Erregern (3MRGN) auf deutschen Intensivstationen“ ist ein Projekt aus dem Bereich der Versorgungsforschung. Es dient der Entwicklung und Evaluation von Strategien zur Versorgung von Patienten mit 3MRGN, die auf deutschen Intensivstationen versorgt werden.

Die Studie wird im Rahmen des Innovationsfonds durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) gefördert.

1. Warum führen wir die SIMoN-Studie durch?

2. Was sind unsere Ziele?

3. Wie gehen wir vor?

4. Wer kann Teilnehmer sein?

5. Datenschutz

6. Geschätzter Arbeitsaufwand in der SIMoN-Studie

 

Hinweis für Interessierte:

Die Studie startet ab dem 01.05.2021, die Rekrutierungsphase wird bis mindestens 01.10.2021 fortgesetzt.

Ein Einstieg in die SIMoN-Studie ist bis zum Ende der Rekrutierungsphase möglich!

Für mögliche Fragen und zusätzliche Informationen können Sie sich gerne an den Studienleiter (PD. Dr. med. Rasmus Leistner), Frau Dr. med. Beate Schlosser (Projektmanagerin) oder Frau Elke Lemke (Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin, Studynurse) wenden.

Tel.: 030-450570233 oder 030-450577612

Fax: 030-450577920

Email: simon-studie-2021@charite.de


Liebe SIMoN-Teilnehmer,

zu den Studienmaterialien (Informationsfilm, Studienvideos, Link für MOOC-Fortbildungsvideo, Patienteninformationen ..) gelangen Sie nach dem Login rechts oben auf dieser Seite.


1. Warum führen wir die SIMoN-Studie durch?

Bis heute existierten keine hochwertigen Studien, die den Nutzen der vertikalen Präventionsstrategien (Screening mit anschließender Isolierung positiv getesteter Patienten) für MRE belegen. Nach KRINKO Empfehlungen sollen aktuell folgende 3MRGN Spezies isoliert werden: E. coli, K.pneumoniae (KP), P. aeruginosa (PA), A. baumanii (AB). Für die horizontalen Präventionsmaßnahmen (unter anderem: Händedesinfektion und kontinuierliche Weiterbildungsmaßnahmen zur Infektionsprävention) wurde in mehreren Studien gezeigt, dass sie wirkungsvoll die Verbreitung von MRE verhindern.

Die Abschaffung der Kontaktisolation stellt für die Mitarbeiter, Patienten und deren Angehörige eine Erleichterung und Zeitersparnis dar. Wir wollen mit der Simon-Studie zeigen, dass die Aufhebung der Kontaktisolation auf den Studienstationen zu keinem Anstieg der Neuerwerbsraten von 3MRGN führt, wenn im Gegenzug die horizontalen Maßnahmen intensiviert werden. Zudem ist unser Maßnahmenbündelt infektionspräventiv wirksam auf viele Erreger und erhöhte die Zufriedenheit von Mitarbeitern, Patienten und Angehörigen im Stationsalltag.


2. Was sind unsere Ziele?

Das Ziel der SIMoN-Studie ist zu zeigen, dass der Ersatz der vertikalen Präventionsstrategien (Isolation) zur Reduktion der Ausbreitung von multiresistenten Gramnegativen Erregern (3MRGN) effektiv ist. Als Ersatz für die Aufhebung der Kontaktisolation erfolgt die Umsetzung eines Maßnahmenbündels zur Optimierung von horizontalen Infektionspräventionsmaßnahmen: die halbjährliche Messung der Compliance der Händehygiene mit Feedbackveranstaltung und Fortbildungen zur Infektionsprävention auf deutschen Intensivstationen. Die SIMoN-Studie wird zeigen, dass es durch die geplanten Interventionen zu keinem Anstieg von 3MRGN auf den Studienstationen kommt, und die Maßnahmen vorteilhaft für das Stationspersonal, Patienten und deren Angehörige sind.


3. Wie gehen wir vor?

Teilnehmende Intensivstationen führen im Zeitraum zwischen dem 01.05.2021 bis 01.10.22 für mindestens 6 Monate die geplanten Interventionen durch. Diese sind Aufhebung der Kontaktisolation, halbjährliche Messung der Compliance der Händehygiene und Fortbildungsmaßnahmen zur Infektionsprävention für das Fachpersonal der Studienstationen. In einer kurzen Befragung zur Punktprävalenz erheben wir regelmäßig die Anwendungscompliance der Interventionen. Weiterhin erfolgt von dem Institut für medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaften eine Befragung von Mitarbeitern zur Zufriedenheit im Arbeitsalltag. Diese Befragung wird anonym und digital in beiden Studienphasen durchgeführt. Auch Angehörige von Patienten mit 3MRGN werden in beiden Studienphase zu ihrer Zufriedenheitssituation befragt, entweder digital oder in Papierformat.


4. Wer kann Teilnehmer sein?

Teilnehmen können deutsche Intensivstationen, die bereit sind, die geplanten Interventionen (Aufhebung der Kontaktisolation, halbjährliche Compliance-Messungen der Händehygiene und Feedbackveranstaltung und Fortbildungen zur Infektionsprävention) umzusetzen. Die minimale Teilnahmedauer beträgt 6 Monate. Teilnehmer müssen vor Studienstart mindestens folgende 3MRGN Spezies noch isolieren: E. coli, K. pneumoniae, P. aeruginosa, A. baumanii

Bevorzugt werden Intensivstationen zur Teilnahme aufgefordert, die bereits erfahreneren Teilnehmer an der ITS-KISS Surveillance (mindestens für MRGN) sind. Die Erfassung der Händehygiene-Compliance Messungen ist vor Studienstart nicht unbedingt erforderlich und kann mit Beginn der Interventionsphase begonnen werden.

Stationen, die bislang nicht an diesem Surveillancemodul angemeldet sind, können bis spätestens 01.10.21 in die Studie einsteigen, wenn sie bereits sind, zunächst 6-Monate Beobachtungsphase (mit Standardprozedere) auf ihrer Studienstation umzusetzen, ehe sie mit der Interventionsphase beginnen.


Datenschutz

Die Daten werden nicht auf Patientenebene erhoben. Die Maßnahmen, die innerhalb der Studie durchgeführt werden, finden auf Stationsebene statt und haben zum Ziel, die Neuerwerbsraten von 3MRGN nach Abschaffung der Kontaktisolierung und Etablierung des Maßnahmenbündels zu erheben. Neben der Station selbst hat nur das Studienteam Zugang zu den Ergebnissen. Eine Datenschutzberatung bei der Charitè Berlin ist erfolgt.